Zeilen der Liste
Jede Zeile der Liste unter Dateisystem ist eine Auswertung mit Name, Analysepaket, Typ und Domäne. Die einzelnen Freigaben stehen erst auf der Detailseite der Auswertung. Für Suche, Filter und Sortierung gilt dasselbe wie für jede andere Liste, siehe Listen und Filter. Auswertungen löschen Sie in der Liste über markierte Zeilen oder einzeln im Kopf einer geöffneten Auswertung. Beides setzt das Recht zum Löschen im Bereich Analyse voraus; ohne dieses Recht bietet die Liste keine Auswahl und der Kopf keine Schaltfläche Löschen. In der Liste löscht Löschen höchstens 1000 einzeln markierte Auswertungen; eine Auswahl aller Zeilen auf einmal sperrt die Schaltfläche.Im Kopf einer geöffneten Auswertung steht derselbe Zeitpunkt noch einmal, in
der Unterzeile – allerdings nur, nachdem der Tab Übersicht mindestens
einmal offen war. War er das noch nicht, bleibt die Unterzeile leer; der
Zeitpunkt lässt sich dann in der Liste nachlesen.
Tabs der Auswertung
Übersicht und Ordner-Analyse fassen den vorhandenen Bestand zusammen,
Prinzipal-Analyse betrachtet ihn von der umgekehrten Seite, und
Berechtigungsherkunft klärt einen einzelnen, konkreten Fall.
Effektives Recht
Damit ein Recht tatsächlich wirkt, müssen ihm zwei Seiten zustimmen: das Dateisystem selbst (NTFS) und die Freigabe, über die darauf zugegriffen wird (SMB). Die Formel dazu steht unter der Ergebnistabelle im Tab Berechtigungsherkunft:In der Berechtigungsherkunft kommt ein viertes Zeichen hinzu: ein
Fragezeichen, das beim Zeigen Spezielle Berechtigungen einblendet. Es
steht in jeder nicht gesetzten Zelle einer Zeile, die Rechte außerhalb der
fünf Gruppen trägt, etwa Ordner erstellen / Daten anhängen allein. Eine
Zeile mit Fragezeichen trägt Rechte, auch wenn keine Spalte gesetzt ist.
Das gilt für die Ergebnistabelle, die Einträge der Stationen und die Zeile
Kumulativ.
Rechtespalten lesen
Fünf Spalten mit abgekürztem Kopf tragen beide Berechtigungstabellen, die Ordner-Analyse führt eine sechste zusätzlich. Wer den Mauszeiger auf einen Spaltenkopf hält, sieht die ausgeschriebene Bezeichnung:
In diesen fünf Gruppen fasst Windows die eigentlichen Einzelrechte zusammen.
Lässt sich ein Eintrag keiner davon vollständig zuordnen, markiert das die
Spalte Spez.; welche Einzelrechte im Detail zutreffen, zeigt erst das
Detailfenster der Zeile.
Nur in einem einzigen Fall weichen Lesen und Aufl. voneinander ab: Trägt
ein Eintrag ausschließlich das Recht Ordner durchsuchen / Datei ausführen,
erscheint in Aufl. ein Häkchen, in Lesen dagegen nichts – dieses eine
Recht gehört zur Gruppe Auflisten. Sonst stimmen beide Spalten immer
überein.
Eine Spalte wird nur markiert, wenn sämtliche Einzelrechte ihrer Gruppe
vorliegen – bei einer Erlaubnis ebenso wie bei einer Verweigerung; das
entspricht dem Sicherheitsdialog von Windows. Eine Verweigerung einzelner Rechte, die keine
Gruppe vollständig abdeckt, markiert keine der fünf Spalten. Welche
Einzelrechte verweigert sind, zeigt das Detailfenster der Zeile: Dort trägt
jedes Einzelrecht seinen eigenen Zustand – erlaubt, verweigert oder nicht
gesetzt.
Trägt eine Ordnerzeile der Prinzipal-Analyse Rechte, die keine der fünf
Gruppen vollständig abdeckt, zeigen ihre leeren Rechtespalten ein
Fragezeichen; Spalten, deren Gruppe vollständig vorliegt, behalten ihr
Häkchen. Die einzelnen Rechte dazu zeigt das Detailfenster der entsprechenden
Zeile in der Ordner-Analyse.
Bestandsaufnahme und Begründung
Während Ordner-Analyse und Prinzipal-Analyse jeweils den Bestand von ihrer Seite aus aufnehmen, klärt die Berechtigungsherkunft einen einzelnen Fall – dafür braucht sie zwingend zwei Angaben: einen Prinzipal und einen Ordner.Ohne eine der beiden Angaben bleibt die Fläche leer, mit dem Hinweis „Für
diesen Prinzipal sind keine Ordnerdaten verfügbar.“ – auch wenn der Prinzipal
bereits gewählt ist und nur der Ordner noch fehlt.
Ein einzelner Benutzer oder eine globale Gruppe mit direktem Zugriff auf
einen Ordner gilt als risikoreicher als eine domänenlokale Gruppe: Im Kopf
der Prinzipal-Analyse fällt ein solcher Name eigens auf, ebenso bei
Everyone und bei verwaisten Einträgen.
Aufbau der Berechtigungsherkunft
NTFS-Herkunft zeichnet unterhalb der Ergebnistabelle einen Weg vom gewählten Ordner hinab bis zur Freigabewurzel: Station für Station, je Ebene mit ihren eigenen Berechtigungseinträgen und einer Zeile Kumulativ für die dort geltenden NTFS-Rechte. Bleiben mehrere Ebenen hintereinander unverändert, fasst diese Darstellung sie zu einer einzigen Zeile zusammen, damit auch ein tiefer Pfad übersichtlich bleibt. Denselben Zusammenhang stellt die Schaltfläche Berechtigungsherkunft über der Ergebnistabelle als Graph dar; die Gruppenstruktur allein um einen Prinzipal herum öffnet stattdessen Benutzer- & Gruppenstruktur im Kopf der Prinzipal-Analyse. Fehlt Prinzipal oder Ordner, lässt sich Berechtigungsherkunft nicht anklicken.Befunde und ihre Einstufung
Vierzehn Befundtypen verteilen sich auf vier Stufen – Kritisch, Hoch, Warnung, Hinweis. Kommen mehrere an derselben Freigabe, demselben Ordner oder demselben Prinzipal zusammen, zählt allein die schwerste; ohne jeden Befund bleibt eine Freigabe ganz ohne Kennzeichnung.Kritisch eingestuft sind ausnahmslos die beiden Everyone-Befunde im
Dateisystem, unabhängig von der Richtung. Bewertet wird dabei die Verwendung
von Everyone an sich, nicht die Wirkung des jeweiligen Eintrags: Microsoft
rät grundsätzlich davon ab, Everyone in Dateisystemrechten einzusetzen –
auch ein Verweigern zeigt dieselbe unsaubere Struktur wie ein Zulassen.
Auf Ebene der Freigabe dreht sich diese Bewertung um: Everyone mit
Vollzugriff auf Freigabe zählt nur als Warnung, weil die Freigabeebene
selbst nichts einschränkt. Eingeschränkt wird erst im Dateisystem eine
Ebene darunter, wo derselbe Eintrag kritisch ist.
Ein Befundtext ohne Anzahl in Klammern kann mehrfach auftreten; für diesen
Eintrag liegt keine Anzahl vor.
Das Abzeichen im Ordnerkopf unterscheidet zwei Fälle: Unterbrochen steht an
einem Ordner unterhalb der Freigabe, dessen Vererbung unterbrochen ist;
Explizit gesetzt an einem Ordner mit direkten Rechten bei intakter
Vererbung. Für eine einzelne Zeile nennt das Detailfenster unter Vererbung
den Wert Aktiv oder Unterbrochen. Eine Freigabeberechtigung (SMB) kennt
keine NTFS-Vererbung; bei ihr entfällt diese Angabe.
Zahlen im Tab Übersicht
Fünf Werte stehen nebeneinander im Tab Übersicht: Freigaben, Ordner, Prinzipale, Befunde, Vererbungsbrüche. Bei drei davon zählt die Zusatzzeile darunter nicht dasselbe wie der Hauptwert:
Kommen zum Beispiel zwei kritische Befundtypen mit je zwanzig Vorkommen vor,
liest sich die Zeile „2 kritische Befunde“ – nicht vierzig.
Ein Klick auf eine der Freigaben darunter springt in die Ordner-Analyse
und wählt die betreffende Freigabe dort vor.
Darunter fasst Top-Befunde die Befunde der gesamten Auswertung zusammen.
Eigenheiten der Prinzipal-Analyse
Fehlt die Überschrift Verwaist, enthält die Auswertung keinen verwaisten Eintrag; eine leere Kategorie wird nicht angezeigt. Die Zahl hinter jedem Recht der Filterleiste zählt auch Ordner in zugeklappten Unterordnern. Bei aktivem Filter zeigt die Ordnertabelle jeden Treffer; Ordner auf dem Weg dorthin, die selbst nicht treffen, stehen gedämpft dazwischen.Engt die Filterleiste auf ein einzelnes Recht ein, verschwinden Freigaben
ohne dieses Recht nicht, sondern bleiben nur gedämpft sichtbar. So bleibt
erkennbar, dass die Freigabe existiert, der Prinzipal dort aber genau dieses
Recht nicht besitzt.
Trägt eine Freigabe ein auf Freigabeebene verweigertes Recht, steht in ihrer
Kopfzeile Verweigert: mit dem Namen des Rechts. Dieses Verweigern
überschreibt jedes Zulassen.