Zeilen der Liste
Jede Zeile der Liste unter Dateisystem ist eine Auswertung mit Name, Analysepaket, Typ und Domäne. Die einzelnen Freigaben erscheinen erst auf ihrer Detailseite, die ein Klick in der Spalte Name öffnet. Für Suche, Filter und Sortierung gilt dasselbe wie für jede andere Liste, siehe Listen und Filter.Im Kopf einer geöffneten Auswertung steht derselbe Zeitpunkt noch einmal, in
der Unterzeile – allerdings nur, nachdem der Tab Übersicht mindestens
einmal offen war. War er das noch nicht, bleibt die Unterzeile leer; der
Zeitpunkt lässt sich dann in der Liste nachlesen.
Tabs der Auswertung
Übersicht und Ordner-Analyse fassen den vorhandenen Bestand zusammen,
Prinzipal-Analyse betrachtet ihn von der umgekehrten Seite, und
Berechtigungsherkunft klärt einen einzelnen, konkreten Fall.
Effektives Recht
Damit ein Recht tatsächlich wirkt, müssen ihm zwei Seiten zustimmen: das Dateisystem selbst (NTFS) und die Freigabe, über die darauf zugegriffen wird (SMB). Die Formel dazu steht unter der Ergebnistabelle im Tab Berechtigungsherkunft:Rechtespalten lesen
Fünf Spalten mit abgekürztem Kopf tragen beide Berechtigungstabellen, die Ordner-Analyse führt eine sechste zusätzlich. Wer den Mauszeiger auf einen Spaltenkopf hält, sieht die ausgeschriebene Bezeichnung:
In diesen fünf Gruppen fasst Windows die eigentlichen Einzelrechte zusammen.
Lässt sich ein Eintrag keiner davon vollständig zuordnen, markiert das die
Spalte Spez.; welche der dreizehn Einzelrechte im Detail zutreffen, zeigt
erst das Detailfenster der Zeile.
Nur in einem einzigen Fall weichen Lesen und Aufl. voneinander ab: Trägt
ein Eintrag ausschließlich das Recht Ordner durchsuchen / Datei ausführen,
erscheint in Aufl. ein Häkchen, in Lesen dagegen nichts – dieses eine
Recht gehört zur Gruppe Auflisten. Sonst stimmen beide Spalten immer
überein.
Für die fünf Gruppen gelten unterschiedliche Regeln: Eine Erlaubnis markiert
die Spalte nur, wenn sämtliche zugehörigen Einzelrechte vorliegen; bei einer
Verweigerung genügt bereits eines davon. Der Grund liegt in Windows selbst,
das bei Verweigerungen oft nur einzelne Rechte einträgt – auch eine solche
Teilverweigerung nimmt das volle Recht.
Ein Fragezeichen in allen fünf Rechtespalten einer Ordnerzeile der
Prinzipal-Analyse bedeutet: Der Eintrag trägt spezielle Berechtigungen, die
sich in diesen fünf Gruppen nicht abbilden lassen. Die einzelnen Rechte dazu
zeigt das Detailfenster der entsprechenden Zeile in der Ordner-Analyse.
Bestandsaufnahme und Begründung
Während Ordner-Analyse und Prinzipal-Analyse jeweils den Bestand von ihrer Seite aus aufnehmen, klärt die Berechtigungsherkunft einen einzelnen Fall – dafür braucht sie zwingend zwei Angaben: einen Prinzipal und einen Ordner.Ohne eine der beiden Angaben bleibt die Fläche leer, mit dem Hinweis „Für
diesen Prinzipal sind keine Ordnerdaten verfügbar.” – auch wenn der Prinzipal
bereits gewählt ist und nur der Ordner noch fehlt.
Ein einzelner Benutzer oder eine globale Gruppe mit direktem Zugriff auf
einen Ordner gilt als risikoreicher als eine domänenlokale Gruppe: Im Kopf
der Prinzipal-Analyse fällt ein solcher Name eigens auf, ebenso bei
Everyone und bei verwaisten Einträgen.
Aufbau der Berechtigungsherkunft
NTFS-Herkunft zeichnet unterhalb der Ergebnistabelle einen Weg vom gewählten Ordner hinab bis zur Freigabewurzel: Station für Station, je Ebene mit ihren eigenen Berechtigungseinträgen und einer Zeile Kumulativ für den Stand bis dorthin. Bleiben mehrere Ebenen hintereinander unverändert, fasst diese Darstellung sie zu einer einzigen Zeile zusammen, damit auch ein tiefer Pfad übersichtlich bleibt. Denselben Zusammenhang stellt die Schaltfläche Berechtigungsherkunft über der Ergebnistabelle als Graph dar; die Gruppenstruktur allein um einen Prinzipal herum öffnet stattdessen Benutzer- & Gruppenstruktur im Kopf der Prinzipal-Analyse. Fehlt Prinzipal oder Ordner, lässt sich Berechtigungsherkunft nicht anklicken.Befunde und ihre Einstufung
Vierzehn Befundtypen verteilen sich auf vier Stufen – Kritisch, Hoch, Warnung, Hinweis. Kommen mehrere an derselben Freigabe, demselben Ordner oder demselben Prinzipal zusammen, zählt allein die schwerste; ohne jeden Befund bleibt eine Freigabe ganz ohne Kennzeichnung.Kritisch eingestuft sind ausnahmslos die beiden Everyone-Befunde im
Dateisystem, unabhängig von der Richtung. Bewertet wird dabei die Verwendung
von Everyone an sich, nicht die Wirkung des jeweiligen Eintrags: Microsoft
rät grundsätzlich davon ab, Everyone in Dateisystemrechten einzusetzen –
auch ein Verweigern zeigt dieselbe unsaubere Struktur wie ein Zulassen.
Auf Ebene der Freigabe dreht sich diese Bewertung um: Everyone mit
Vollzugriff auf Freigabe zählt nur als Warnung, weil die Freigabeebene
selbst nichts einschränkt. Die eigentliche Grenze zieht erst das
Dateisystem eine Ebene darunter, wo genau dieser Eintrag kritisch ist.
Fehlt hinter einem Befundtext die Anzahl in Klammern, bedeutet das nicht,
dass er nur ein einziges Mal auftritt – die Schnittstelle liefert für diesen
Eintrag lediglich keine Anzahl mit.
Das Abzeichen im Ordnerkopf unterscheidet zwei Fälle: Unterbrochen steht an
einem Ordner unterhalb der Freigabe, dessen Vererbung unterbrochen ist;
Explizit gesetzt an einem Ordner mit direkten Rechten bei intakter
Vererbung. Für eine einzelne Zeile nennt das Detailfenster unter Vererbung
den Wert Aktiv oder Unterbrochen. Eine Freigabeberechtigung (SMB) kennt
keine NTFS-Vererbung; bei ihr entfällt diese Angabe.
Zahlen im Tab Übersicht
Fünf Werte stehen nebeneinander im Tab Übersicht: Freigaben, Ordner, Prinzipale, Befunde, Vererbungsbrüche. Bei drei davon zählt die Zusatzzeile darunter nicht dasselbe wie der Hauptwert:
Kommen zum Beispiel zwei kritische Befundtypen mit je zwanzig Vorkommen vor,
liest sich die Zeile „2 kritische Befunde” – nicht vierzig.
Sortiert stehen die Freigaben darunter nach ihrem Zustand, Kritisch an
erster und Freigaben ohne Befund an letzter Stelle; ein Klick darauf springt
in die Ordner-Analyse und wählt die betreffende Freigabe dort gleich vor.
Darunter fasst Top-Befunde die Befunde der gesamten Auswertung zusammen,
zuerst nach Schweregrad sortiert, bei Gleichstand nach Häufigkeit. Ohne einen
einzigen Befund entfällt dieser Abschnitt vollständig.
Eigenheiten der Prinzipal-Analyse
Bleibt die Überschrift Verwaist aus, existiert schlicht kein verwaister Eintrag in dieser Auswertung – eine leere Kategorie wird nicht angezeigt.Engt die Filterleiste auf ein einzelnes Recht ein, verschwinden Freigaben
ohne dieses Recht nicht, sondern bleiben nur gedämpft sichtbar. So bleibt
erkennbar, dass die Freigabe existiert, der Prinzipal dort aber genau dieses
Recht nicht besitzt.
Trägt eine Freigabe ein auf Freigabeebene verweigertes Recht, steht in ihrer
Kopfzeile Verweigert: mit dem Namen des Rechts. Dieses Verweigern
überschreibt jedes Zulassen.